Frühstart ins Leben

Bei einer Frühgeburt gilt es, optimistisch zu bleiben

Man wünscht es sich und anderen nicht, und vor sechzig Jahren galt es noch als das wahrscheinlichste Sterberisiko für Säuglinge: die Frühgeburt. Hat der Fötus die 37. SSW noch nicht vollendet und kommt als Folge von verfrühten Wehen oder eines plötzlichen Blasensprungs zur Welt, stehen medizinisch gut ausgestattete Kliniken bereit, um lebenserhaltende Maßnahmen zu ergreifen.

Sieben Prozent aller in Deutschland geborenen Babys kommen als Frühgeburt zur Welt. Die zwischen der 22. und 37. SSW geborenen Kinder wiegen meist unter 2.500 Gramm und verfügen über ein noch unausgereiftes Lungen- und Nervensystem. Der Brutkasten samt Inkubator unterstützt die Atmung und stellt eine Umgebung her, die dem Mutterbauch ähnlich ist. Luftfeuchtigkeit und Wärme schützen das Frühchen vor Infektionen, gegen das es noch nicht gefeit wäre.

Wichtig ist die körperliche Nähe zu Vater und Mutter, die in vielen Frühgeborenen-Stationen besonders ermöglicht wird. Für die emotionale Bindung und auch zur Stärkung des noch schwachen Immunsystems, werden die Kleinen für einige Stunden nackt und nur von Decken umhüllt auf die unbekleidete Brust von Vater oder Mutter gelegt.

Mithilfe dieser sogenannten Känguru-Methode gedeiht das Kind nach einer Frühgeburt nachweisbar rascher. Es darf bald, wenn Magen- und Lungentrakt dem Reifegrad eines termingerecht geborenen Säuglings entsprechen, von den Eltern mit nach Hause genommen werden und sein „normales“ Babyleben beginnen.

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